Das Stillen gut beginnen.

Was braucht man für Zwillinge?
Stillen ist die natürlichste Sache der Welt! Wenn es nur immer so einfach wäre, denken jetzt sicher viele Mamas! Heute wollen wir die Stillbeziehung, mit Tipps & Ratschlägen, gut beginnen.

Stillen ist die natürlichste Sache der Welt!

Wenn es nur immer so einfach wäre, denken sich jetzt sicher viele Mamas!

Das intuitive Stillen zeigt uns Mamas einen Weg auf, der sich an den angeborenen Reflexen der Babys und den Instinkten der Mütter orientiert. 

In meinem vorherigen Blogbeitrag ging es darum, sich optimal auf das Stillen vorzubereiten

Heute wollen wir einen kleinen Schritt weiter gehen, und die Stillbeziehung, mit Tipps und Ratschlägen, gut beginnen

Das perfekte Zusammenspiel der Hormone

Das Stillen gut beginnen. Schon im Mutterleib bereitet sich das Kind auf das Leben da draußen vor. 

Noch im Bauch, gibt ihr Kind dem Körper die notwendigen Signale und unterstützt ihn dabei, sich auf die Geburt und das Stillen vorzubereiten. 

Die Hormone des Babys und die der Mutter, harmonieren dabei in perfekter Art und Weise und steuern viele körperliche und psychische Vorgänge.

Das Baby nach der Geburt

Meine Kinder wurden mir direkt nach der Geburt auf meinen nackten Oberkörper gelegt. 

Und nach über einem Jahrzehnt, erinnere ich mich noch ganz genau daran, wie sich meine Kinder angefühlt haben, wie sie aussahen und sogar, wie sie gerochen haben. 

Durch das intuitive, intensive Kennenlernen mit allen Sinnen, wachsen wir Frauen ganz natürlich in die Rolle der Mutter hinein. 

Ganz ohne Hilfe von Außen, schlauen Büchern oder Internet-Foren. Es passiert aus dem Gefühl heraus. 

Ein wunderschönes und zugleich befriedigendes Gefühl für uns Mamas. 

Warum Bonding so wichtig ist!

Aber auch für das Kind ist dieser erste Körperkontakt sehr wichtig!

Seine Grundbedürfnisse nach Wärme, Sicherheit, Körperkontakt und natürlich auch Nahrung werden dadurch befriedigt. 

Neugeborene, die in den ersten ein bis zwei Stunden bei ihren Mamas bleiben, schreien weniger, atmen besser und haben eine stabilere Körpertemperatur

Ist das nicht toll, was so ein bißchen Kuscheln alles bewirken kann?! 🙂

Das Kuscheln, auch Bonding genannt, hilft uns  dabei, eine enge und vielleicht lebenslange Bindung zu unserem Kind zu entwickeln. 

Bonding fördert aber auch die natürliche Stillbeziehung, denn so auf den Körper der Mutter liegend, kann das Baby ohne Hilfe die Brustwarze finden und das so wertvolle Kolostrum trinken. 

Kolostrum – das natürliche Superfood!

Kolostrum ist die erste Milch, die nach der Geburt in den Brustdrüsen gebildet wird. 

Das natürliche Superfood dient nicht nur der idealen Ernährung des Kindes, sondern ist auch für seine Gesundheit sehr wichtig. 

Kolostrum ist reich an Abwehrstoffen und wird daher oft als erste “Schutzimpfung” des Kindes bezeichnet. 

Das Kolostrum ist für das Baby sehr leicht verdaulich und wirkt zudem abführend. So hilft es dem Baby, seinen ersten Stuhlgang, das sog. Kindspech, auszuscheiden. 

Die Menge des Kolostrums passt sich in den ersten Tagen exakt auf den geringen Bedarf des Kindes an. Auch wenn es einem manchmal als zu wenig erscheint, wird das Baby optimal dadurch versorgt. 

Da die sogenannte Vormilch so wichtig für die Entwicklung des Kindes ist, motivieren viele Kliniken Mütter, die nicht stillen wollen oder können, diese wertvolle Milch von Hand auszudrücken und dem Neugeborenen zu geben. 

Das ersten Stillen

Liegt das Baby nach der Geburt auf dem nackten Oberkörper der Mutter, findet es intuitiv den Weg zur Brust. 

Durch den Hautkontakt und das Kuscheln kommt es zu einem erneuten Anstieg des Bindungs- und Kuschelhormons Oxytocin und löst den Milchspendereflex aus. 

Ich weiß noch ganz genau, wie ich meine Zwillinge, ganz sanft zu meinen Brüsten bugsiert und somit ein wenig nachgeholfen habe :).

Das Saugen und Trinken klappte dann aber von ganz alleine.

Meine Zwillinge waren für das perfekte Stillen bereits voll ausgestattet und wussten intuitiv was zu tun war.  Ich musste gar nichts mehr dazu tun. 

Schmerzen beim Stillen sind nicht normal und ein Zeichen, dass etwas angepasst werden muss.

Wichtig ist, dass das Baby genügend Brust in den Mund bekommt.

Der Milcheinschuss

Damit diese Übergangsmilch entstehen kann, kommt es zunächst zum Milcheinschuss.

Die entsprechenden Hormone hierfür verrichten schon in der Schwangerschaft ihr Werk, den Milcheinschuss verhindern in dieser Zeit jedoch noch das Östrogen und Progesteron.

Wenn diese beiden Hormone etwa zwei bis vier Tage nach der Geburt des Kindes rapide abfallen, kann das Hormon Prolaktin die Milchbildung ankurbeln.

In den ersten Tagen fühlen sich die Brüste noch weich an. 

30-40 Stunden nach der Geburt, beginnen sich die Brüste auf die Bildung von größeren Mengen umzustellen. 

Die Durchblutung der Brüste verdoppelt sich. 

Sie werden fester, wärmer und die Venen auf der Oberfläche sind nun deutlich zu sehen. 

Am dritten/vierten Tag nach der Geburt, kann man das Baby schlucken hören. 

Der Stuhlgang des Babys wird heller, die Windeln nasser. 

Schwellungen der Brüste

Manche Mamas leiden während dieser Zeit an sehr unangenehmen Schwellungen und Spannungsgefühlen der Brüste. 

Auch ich hatte diese Probleme. 

Hier hilft nur und ausschließlich häufiges Anlegen des Kindes!

Werden die Brüste von Anfang an häufig und gut geleert, bleiben starke Beschwerden meist aus. 

Häufiges Anlegen bedeutet: zehn- bis zwölfmal in 24 Stunden!

Nun kann man ausrechnen, wie viel Zeit ich bei meinen Zwillingen mit Stillen verbracht habe:)

Kuscheln! Kuscheln! Kuscheln!

Liebe Mamas – verbringt also so viel Zeit wie möglich mit euren Babys.

Kuschelt und genießt was das Zeug hält!

Und keine Sorge! Ihr könnte dadurch euer Kind nicht verwöhnen!

Körperkontakt ist ein Grundbedürfnis eures Schatzes und sollte ihm immer gewährt werden. 

Kuscheln tut also nicht nur gut, sondern unterstützt auch die Entwicklung des Urvertrauens und hilft uns Mamas dabei, unsere Kinder besser zu verstehen :).

Wenn das nicht mal ein schönes Schlusswort ist 🙂

In meinem nächsten Blogbeitrag geht es um Stillschwierigkeiten und wie diese überwunden werden können. 

In diesem Sinne, alles Liebe

Irina

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